Indien
Mit etwa 1,15 Milliarden Einwohnern ist Indien der zweitgrößte Staaten der Erde. 28 Bundesstaaten bilden die Bundesrepublik Indien, neben diesen gibt es zudem sieben sogenannte bundesunmittelbare Gebiete. Im Süden wird Indien vom Indischen Ozean umschlossen, im Norden bildet der Himalaya eine imposante Grenze. Nachbarstaaten sind neben Pakistan, Tibet, Butahn, auch Birma, Nepal und Bangladesh.
Der Fluss Indus ist der Namensgeber für Indien. Von der Fläche (etwa 3,4 Mill. Quadratkilometer) her ist Indien der siebtgrößte Staat der Erde. Die großen Flüsse des Landes entspringen entstammen den sogenannten Hauptwasserscheiden dieses Subkontinentes. So entspringt der längste und wohl bekannteste Fluss, der Ganges, dem Himalaya.
Indien wird während des Sommermonsums immer wieder durch die extremen Regenmengen von Überschwemmungen heimgesucht. Zu den leider regelmäßig auftretenden Naturkatastrophen zählen auch Zyklone und so bedingte Flutwellen, die oftmals viele Menschenleben kosten und enorme Schäden in Städten und Dörfern, der Landwirtschaft anrichten.
Das Klima in Zentral- und Nordindien besteht vor allem aus subtropischen Kontinentalklima, im Süden hingegen herrscht ein maritim geprägtes tropisches Klima vor. Im Norden gibt es teilweise erhebliche Temperaturschwankungen auf. In den nördlichen Tiefebenen werden im Dezember Temperaturen von nur 10 Grad gemessen – während in der heißesten Zeit zwischen April bis Juli Temperaturen von 40 bis 50 Grad keine Seltenheit sind.
Aufgrund der verschiedensten klimatischen Gegebenheiten und der Größe des Landes besitzt Indien eine extreme Vielfalt in seinen Landschaften. Von der Hochgebirgsvegetation im Himalaya geht es bis zu den heißen tropischen Regenwäldern im Süden des Landes. Regenwälder, Laubwälder mit Eichen und Kastanien, Rhododendren in den niedrigen Lagen des Himalaya, in höheren Lagen dieses Gebirges findet man Zedern und Kiefern. In den eher trockenen Teilen Indiens wie Gujarat und Rajasthan findet man die besonders medizinisch genutzten Niembäume. An der Ostküste des Subkontinentes sind salzwasserunempfindliche Gezeitenwälder, die sogenannten Mangroven zu finden.
Bereits Anfang des 16. Jahrhunderts begann zunächst Portugal kleinere Küstenstriche Indiens zu erobern. Ab 1756 begann die britische Ostindien-Kompanie von ihren Stützpunkten in Bombay und Kalkutta aus große Teile Indiens zu unterwerfen. Erst durch den gewaltfreien Widerstand, der von Mahatma Gandhi und Jawaharl Nehru angeführt wurde, gelang Indien die Befreiung und der Wiedergewinn der Unabhängigkeit von der britischen Herrschaft.
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